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Apple präsentiert neues MacBook Pro – weitreichende Neuerungen

Zehn Jahre nach dem umstrittenen MacBook Pro mit Touch Bar wagt Apple einen neuen Anlauf, die Bedienung von Notebooks zu verändern. Diesmal beschränkt sich die Touch-Unterstützung allerdings nicht auf eine schmale Leiste, sondern umfasst den gesamten Bildschirm. Mit dem neuen MacBook Pro Modellen bringt Apple nämlich erstmals einen Mac mit berührungsempfindlichem Display auf den Markt. Gleichzeitig verabschiedet sich das Unternehmen Mini-LED und verwendet stattdessen OLED – ebenfalls ein Novum im Mac. Auch das Gehäuse und das Kühlsystem wurden überarbeitet. Damit erhalten die professionellen Apple-Notebooks das umfangreichste Produktupdate seit 2021. Außerdem: Das rückseitige Apple-Logo leuchtet wieder!


OLED statt Mini-LED, Dynamic Island statt Notch
Apple bietet die neue Generation weiterhin mit 14" und 16" großen Displays an, wie erwähnt allerdings erstmals mit OLED-Panels – der Marketingname hierfür lautet "PROLED XDR". Eine weitere Änderung betrifft die bisherige Kameraaussparung am oberen Bildschirmrand. Anstelle der bisherigen Notch verwendet Apple nun eine Dynamic Island, wie man sie bereits seit einigen Jahren vom iPhone kennt. Diese beherbergt die Kamera, kann aber auch zusätzliche Informationen und Bedienelemente anzeigen.


Erstmals lässt sich macOS direkt mit dem Finger bedienen
Apple hatte sich lange vehement gegen Touchscreens in Macs ausgesprochen und stets betont, dass sich die Bedienkonzepte von Mac und iPad zu grundlegend unterscheiden. Jetzt änderte das Unternehmen ganz offensichtlich den Kurs. Die neuen Modelle unterstützen sowohl die gewohnte Eingabe über Tastatur und Trackpad als auch die direkte Bedienung des Displays mit den Fingern. Dafür hat Apple macOS entsprechend angepasst, denn das Betriebssystem berücksichtigt, ob der Nutzer gerade mit dem Mauszeiger oder direkt mit dem Finger arbeitet – und kann bestimmte Bedienelemente entsprechend verändern. Angeblich müssen Entwickler wenig anpassen, da macOS die Fingerberührungen direkt in Klicks übersetzt.


Dünneres Gehäuse, neues Scharnier und überarbeitete Kühlung
Trotz der umfangreichen Neuerungen bleibt das generelle Erscheinungsbild erhalten. Apple hat das Gehäuse allerdings dünner gestaltet, das Gewicht reduziert und die Bildschirmränder etwas geschrumpft. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Displayscharnier. Dieses ist so konstruiert, um das Display bei der Bedienung mit dem Finger stabil zu halten. Bei bisherigen MacBooks genügen schon leichte Berührungen, um den Bildschirm in Bewegung zu versetzen. Auch das Kühlsystem wurde überarbeitet. Die neue Konstruktion ermöglicht eine veränderte Luftführung durch den Scharnierbereich und trägt gleichzeitig zur Gewichtsreduzierung bei.


M5 Pro und M5 Max statt M6
Erwartungsgemäß setzt Apple bei den neuen Modellen nicht auf den M6, der bereits im Mac mini, iMac und seit gestern auch im regulären MacBook Pro 14" zum Einsatz kommt, sondern weiterhin auf Chips vom Typ M5 Pro und M5 Max. Damit dürfte sich bei der Performance wenig getan haben, wenngleich abzuwarten ist, wie das neue Kühlsystem mit Dauerlast und stärkerer Hitzeentwicklung klarkommt. Die Berichte, wonach Apple den M6 Pro/Max überspringt, haben sich damit aber wohl bewahrheitet.


Preis und Verfügbarkeit
Die Änderungen haben ihren Preis und es dürfte niemanden erstaunen, dass Apple für die Ausführungen an der Preisschraube drehte. Während die bisherigen MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max weiterhin angeboten werden, positioniert Apple die OLED-Ausführungen als zusätzliche Premiumgeräte. Das MacBook Pro 14" mit OLED beginnt bei 3299 Euro, für das MacBook Pro 16" werden mindestens 3899 Euro fällig. Die Nanotextur-Option liegt bei zusätzlichen 165 Euro. In der Basisausstattung kommen 24 GB RAM und eine 1 TB große SSD zum Einsatz, im Falle des M5 Max sind es 36 GB und 2 TB SSD. Bis zu 16 TB kann man übrigens bestellen – für schlappe 7700 Euro. Sind alle Optionen angeklickt (128 GB RAM), dann steigt der Preis auf 16.264 Euro.

Vorbestellen kann man die Geräte ab heute, die Auslieferung beginnt dann am 6. November.

Zum Vergleich: Die Einstiegspreise der regulären Ausführungen liegen bei 2.899 und 4.799 Euro (14", M5 Pro und M5 Max) bzw. 3.399 und 5.099 Euro (16", M5 Pro und M5 Max).

Kommentare

Dade_Zero28.10.26 18:18
Tolles Gerät. Ich bin sehr gespannt wie die Bedienung ist.

Und das leuchtende Apple Logo ist auch sehr schick.

Leider wieder ohne integriertes mobiles Internet. Darauf warte ich schon sehr lange.
+22
michimaier28.10.26 18:20
Ok, also bei meiner 4699,-€ Konfiguration, ist ein Netzteil separat...
unabhängig davon, hat Apple (war es Steve Jobs persönlich) nicht mal gesagt:
"Have you tried a computer with a touchscreen?" ... aber ich schätze auch hier schert einen das Geschwätz von gestern nicht...
Irgendwie interessant, aber noch kein grosser "Haben wollen" Faktor... mal sehen was da an Software kommt.
Dieser Post hat keinerlei Anspruch auf Richtigkeit.
+7
sahomuzi28.10.26 18:23
Mit ausgestreckten Armen den Bildschirm bedienen und sogar Klavier spielen - mach ich genau 30 Sekunden lang ... Touch sehe ich also eher nur als Spielerei.
+43
Tbskttnr
Tbskttnr28.10.26 18:24
Finde die Preise krass 🙈
+29
sonorman
sonorman28.10.26 18:24
Hä, bin ich blind?
Auf der Produktseite steht kein einziges Wort zu Touch oder Fingerbedienung (außer Touch ID).

Kommando zurück! Ich bin auf der falschenSeite beim "normalen" Pro gelandet.
+7
karobert28.10.26 18:25
sonorman
Hä, bin ich blind?
Auf der Produktseite steht kein einziges Wort zu Touch oder Fingerbedienung (außer Touch ID).
Auf der US Seite steht
"Touch
Multi-Touch gesture support"

Nachtrag: Auf der deutschen Seite auch.
+4
berlin7928.10.26 18:26
sonorman
Hä, bin ich blind?
Auf der Produktseite steht kein einziges Wort zu Touch oder Fingerbedienung (außer Touch ID).

Steht wenn man nach unten scrollt:

Touch
Magie per Fingertipp.

Touch wurde speziell für den Mac ent­wi­ckelt und gibt dir völlig neue Mög­lich­keiten, mit deinen Pro­jekten zu inter­agieren. Der Touch Sensor ist direkt in das Displaypanel integriert – und nicht nur ein­fach darüber gelegt. Das redu­ziert die Latenz so sehr, dass es sich anfühlt, als würdest du den Content selbst berühren. Alltägliches wie Scrollen oder Auf‑ und Zuziehen zum Zoomen fühlt sich natürlich und reaktions­schnell an. Und mit neuen, intuitiven Inter­aktionen kannst du noch mehr machen, wie 3D Objekte be­wegen oder virtuelle Instru­mente spielen.
'daß' gibt es seit 1996 nicht mehr. https://www.das-dass.de/
+2
macfreakz28.10.26 18:29
Geile Displaytechnologie. Bitte draus 27“ und 32“ machen.

Das mit Touchscreen: einfallslos und langweilig umgesetzt. Schade.
+5
SApitz28.10.26 18:30
Endlich 16TB
-2
RichieRocket28.10.26 18:31
Enttäuschend. Alle haben was Großes erwartet. Jetzt ist es ein Gerät mit Funktionen die keiner braucht, Dafür teuer
+3
Freaky300
Freaky30028.10.26 18:31
Bleibt die Option ohne Touch und mit Mini LED weiter bestehen oder wird das beim M7 Pro und Max dann eingestellt?
+2
Electric Dave28.10.26 18:34
Ich habe im Juni 4.299 Euro für mein 16er mit M5 Max bezahlt.

Das neue MacBook mit gleichem Chip und gleichen Specs kostet jetzt knapp 2000 Euro mehr, ohne wirklichen Mehrwert.

Allein die Marketingfotos von den touchenden "Pros" auf der Apple-Seite zeigen schon, wie unergonomisch und weit hergeholt dieser Use-Case ist.

Mein M5 Max wird jetzt wohl erstmal lange bei mir bleiben.
+28
Gusch28.10.26 18:37
Hab glaub für mich persönlich alles noch richtig gemacht und mir im Juni noch ein MacBook Pro 16 – M5 Pro mit 1000 GB und 48 GB für CHF 2599.– geholt. Das wird sicher problemlos einige Jahre halten. Mit derselben Konfiguration kostet es aktuell (zwar mit OLED ind Touch) CHF 3899.00…
+9
goldaccess228.10.26 18:37
16TB sind extrem verlockend. Wollte eigentlich ein Jahr warten. Aber alles in einem Gerät zu haben, ohne im Feld externe Platten "rumdängeln" zu haben - das ist wirklich eine schöne Option.

@Redaktion: ich komme bei Maximalausstattung (Ohne Netzteil, etc) auf 16.264€, nicht 16.099€.
+2
MrJava28.10.26 18:39
Ich hasse nichts mehr als Fingertapser auf dem Bildschirm …. Wenn der Bildschirm wenigstens zum Umklappen wäre - als eine Art iPad - dann wäre es für mich sinnvoll. Aber eine Bedienung mit ausgestreckter Hand? Bei den tollen Touchpads? Ne, das wird nichts …
Hör auf Dich selbst, sonst hört Dich keiner!
+28
twix
twix28.10.26 18:39
Der Kilopreis MacBock Pro Pro liegt also bei knapp unter 9000 €. Beim Studio bei etwas über 9000 €.

Das neue rechts unten ist also „9000€ je Kilo“

Beste Grüße
Peter
-4
CJuser28.10.26 18:39
Ja, es ist deutlich leichter geworden, aber die geringeren Abmessungen sind kaum der Rede wert.
+3
NFK28.10.26 18:42
sahomuzi
Mit ausgestreckten Armen den Bildschirm bedienen und sogar Klavier spielen - mach ich genau 30 Sekunden lang ... Touch sehe ich also eher nur als Spielerei.

Nirgendwo in dem Video wurde der Touchscreen mit ausgestreckten Armen bedient. Das gab es nur auf dem albernen Foto zu sehen, als Steve Jobs 2010 erklärte, warum er Touchscreens auf MacBooks kategorisch ausschließt.

Mit ausgestreckten Armen fallen Dir immer die Arme ab, egal ob Du Bildschirm, Tastatur, Trackpad oder Maus bedienst.

Der Ausschnitt mit den Klaviertasten ist natürlich grenzwertig, zeigt aber immerhin etwas, das mit dem Trackpad unmöglich wäre. Ein Trackpad ist wie ein Schachfiguren-Set ohne Springer. Der Touchscreen fügt die Springer hinzu, mehr nicht.

Eigentlich interessant wird es erst mit einem Pencil. Das war leider nicht zu sehen.
-7
Jhank7728.10.26 18:46
Geht es nur mir so oder warum vermisst niemand, dass man das Display nicht 180° umklappen kann und es damit wie ein IPad nutzen könnte? Also sorry Cupertino, da hätte ich mehr erwartet, das ist wirklich schwach. Da sind andere Hersteller schon einiges weiter gewesen, auch wenn sich deren Konzepte wegen schlechtem OS für Touchbedienung leider nie erfolgreich entwickelt haben.
+14
Fenvarien
Fenvarien28.10.26 18:46
goldaccess2 Tatsächlich! Ich hatte die Sparbrötchen-Version ohne Nanotextur konfiguriert!
Up the Villa!
+11
sonorman
sonorman28.10.26 18:46
Das OLED-Display ist schon lecker. Und Touch? Naja, Pinchen, Scrollen etc. geht genau so gut über das Trackpad. Aber Touch haben und nicht brauchen ist besser, als brauchen und nicht haben!

Aber ich finde da definitiv nicht genug Lockstoff, um einen Wechsel vom Pro M4 zu rechtfertigen.
+7
marcel15128.10.26 18:48
RichieRocket
Enttäuschend. Alle haben was Großes erwartet.
Was genau? Ich habe genau das erwartet, was gekommen ist. OLED Display mit Touch und Dynamic Island. Ich persönlich würde eh auf den M7 Pro/Max warten.
+1
sudoRinger
sudoRinger28.10.26 18:50
MrJava
Ich hasse nichts mehr als Fingertapser auf dem Bildschirm ….
Darauf kannst Du jetzt zu anderen sagen: "Prolet!!! Sorry, ich meinte das ist PROLED."
+9
aerdbaer
aerdbaer28.10.26 18:50
Das Video hätte man ruhig noch schneller machen können!
Meiner Meinung nach ein absoluter Griff ins Klo.

Ansonsten aufgrund des Preises für mich eh uninteressant, bleibe zukünftig weiterhin beim Air.

Kann man das Display auch ganz umklappen, quasi als Tablet dann?
Scheint mir nicht so…
+2
Dunnikin
Dunnikin28.10.26 18:52
Ich sehe irgendwie auch kein ernsthaftes Szenario an einem herkömmlichen Laptop, einen Touchscreen zu verwenden. Weil es schlichtweg unbequem und unergonomisch ist.

Ich bin gespannt, wie das am Markt ankommt. Immerhin leuchtet der Apfel wieder, das gefällt mir.
+8
Ekchelfssd28.10.26 18:53
Jhank77
Geht es nur mir so oder warum vermisst niemand, dass man das Display nicht 180° umklappen kann und es damit wie ein IPad nutzen könnte? Also sorry Cupertino, da hätte ich mehr erwartet, das ist wirklich schwach. Da sind andere Hersteller schon einiges weiter gewesen, auch wenn sich deren Konzepte wegen schlechtem OS für Touchbedienung leider nie erfolgreich entwickelt haben.
Geht mir exakt so. Ich hatte da sehr drauf gehofft. Ich habe ein 13er iPad Pro nur zum annotieren von PDF. Für den Rest ist das kaum zu gebrauchen (ich mache SW, Outlook, Teams), mit Tastatur schwerer als nen Macbook, besch*ssene Laufzeit...hatte vorher ne Surface Pro und, bis auf Prozessor und OS, träume ich da immer noch von.

Boring das Teil.
+4
eastmac
eastmac28.10.26 18:53
Was ist der Mehrwert des Touch?
+2
chadxeon28.10.26 18:56
Puh, konfiguriert, 7500 Euro für das Book ist dann für mich eine schmerzgrenze erreicht, bei der ich nicht mehr mit gehen will.
+7
talking head
talking head28.10.26 18:58
Frage mich gerade, warum Apple keine 5G Option anbietet. Damit wären bestimmt nochmal 500 Aufpreis drin gewesen

Die Preise sind mittlerweile jenseits von Gut und Böse. Das OLED und Touch sind zwar nett, aber reizen mich jetzt nicht wirklich, so viel Geld auf den Tisch zu legen.

Der absolute MacBook-Pro-Sweetspot (bezüglich Preis/Leistungsverhältnis) ist, in meinen Augen, ein gebrauchtes M4Max MacBook Pro mit 128 GB RAM und 4 TB SSD. Die sind selbst für lokale KI noch brauchbar.

Vielleicht entspannt sich die Preissituation ein wenig nächstes Jahr mit den M7-Prozessoren und eventuell 256 GB RAM-Option. Man darf ja noch hoffen
+5
Absalom28.10.26 19:05
Wie verrückt war es 2011 ein MBPro 15 Zoll für 2149€ zu kaufen.
Mit i7 anstatt i5, Display mit höherer Auflösung, GPU Upgrade.

Heute ist das 14Zoll Einstiegsmodell schon beim 1,5fachen 😭

Aber OSX mit Touch? Stell ich mir schwierig vor.
+10
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